
Der syrische
Präsident Bachar
El-Assad und der
libanesische
Präsident Michel
Sleiman am 12.
Juli 2008 auf
der Treppe des
Elysée Palastes
in Paris, wo sie
von Präsident
Nicolas Sarkozy
empfangen wurden
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Das
Bild ging nicht unbemerkt vorüber. Am Mittwoch, den 16.
Juli 2008 auf dem Internationalen Flughafen Rafic Hariri
haben der christliche Präsident Michel Sleiman, der
sunnitische Ministerpräsident Fouad Saniora und der
schiitische Präsident des Parlaments Nabih Berri den
Hezbollah Gefangenen, die von Israel im Austausch für
die Leichen der beiden israelischen Soldaten, die einen
Tag for dem Krieg gegen den Libanon im Juli 2006
entführt worden waren, freigelassen wurden, ein warmes
Willkommen bereitet. Dies war eine optimale Lösung um
eine sehr frische nationale Einheit zu konsolidieren und
dem Krieg ein Ende zu bereiten, der auf der
libanesischen Seite 1,300 und auf der israelischen Seite
139 Tote hinterliess. Dieses Ereigniss überschritt
politische Schismen, die im vergangenen Mai das Land der
Zedern an den Rand eines Bürgerkrieges gebracht hatten.
Es findet in einer Zeit statt, wenn der Libanon eine
Periode von fast unerwarteter Stabilität erfährt. Ein
Witz des Kalenders: am Tage davor hat die neue Regierung
ihre erste Sitzung abgehalten. Für die Partei Gottes,
die aus der israelischen Invasion in 1982 entstanden
ist, gab es einen doppelten Sieg. Trotz amerikanischen
Drucks hat die Partei des Hassan Nasrallah eine
Sperrminorität errungen, was er angestrebt hat um die
Regierung zusammenzubringen. Darüber hinaus hat sie von
ihrem verschworenen Feind Israel die Freilassung von
fünf Gefangenen erwirkt und damit ihre Legalität als
Widerstandsbewegung weiter ausgebaut. Und hier ist die
Falle. Auf Grund der Kraft ihres „Sieges“ kann Hezbollah
ihre volle Eingliederung in das politische Leben des
Libanons beschliessen. Sie kann jedoch auch weiterhin
als Hebelkraft für ihre syrischen und iranischen
Mentoren wirken.
Weit von ihrer Eingliederung in die
libanesische Armee, und im Gegenteil dazu, hat sich die
Partei Gottes seit dem Krieg in 2006 in beachtlicher
Weise wiederbewaffnet. Um langfristing lebensfähig zu
bleiben, muss der libanesische Staat wieder Kontrolle
über die Gegenden erringen, die er bislang Hezbollah
überlassen hatte. In Paris hat der Französische
Präsident 40 Staats- und Regierungsoberhäupte empfangen,
die kamen, um am Gipfeltreffen teilzunehmen, das die
Mittelmeerunion (UPM) am Sonntag den 13. Juli 2008 in
Gang bringen soll. Dieses Ereignis hat als Sprungbrett
für den Dialog zwischen Syrien und dem Libanon gedient,
wobei der syrische Präsident Bachar El-Assad dem
Libanesischen Präsidenten Michel Sleiman versprach,
normale diplomatische Beziehungen einzuleiten und
Botschaften in beiden Ländern zu eröffnen. Im Libanon
haben die grossen Sommerfestspiele begonnen in Byblos,
Beiteddine und Baalbeck. Tausende von Libanesen aus dem
Ausland und arabische und europäische Freunde und andere
kommen in eine Umgebung die der Wiederaufnahme des
Fremdenverkehrs freundlich gesinnt ist.

Naqoura
Granze am 16. Juli 2008,
tote libanesische und
palästinensische Krieger aus
dem Krieg gengen Israel
kehren zurück

Ein „Nhar Be
Salleh“ oder „eine amüsante
Reise“ in der Nachbarschaft
von Gemmayze in Beirut am
13. Juli 2008