Home
 Mitteilungen
 Bibliographie
 Wetter
 

FRANÇAIS        ENGLISH        ESPAÑOL        PORTUGUÊS        ITALIANO        عربي

Liste          Drucken

>> FLASH >> JUAN ANTONIO HAT « NAAM / JA » ZUM LIBANON GESAGT - Montag, 30. Juli 2007

Die Amerikaner haben ihre Firmen dahingehend beraten im Libanon in den Branchen der Informationstechnologie, Kommunikation, Arzneimitteln und Versicherungen Geld anzulegen
Der Schrei der Medea
von ANTOINE COURBAN
 

Von Madrid nach Marjeyoun fuer Juan Antonion und Dunia: Juan Antonio Serrano Alvarez, der im Februar seinen Dienst in der UNIFIL Mission beendet hatte, kam in den Libanon zurueck um am Sonntag den 22. Juli Dunia Atallah zu heiraten; die kirchliche Hochzeitsfeier fand in der griechisch katholischen Kirche in Marjeyoun statt. Am 4. August wird das glueckliche Paar ausreisen, um sich in der spanischen Region von Granada niederlassen

Der Eindruck des Celle-Saint-Claude Treffens, das vom 14. bis 16. Juli in Frankreich stattgefunden hat, war atembereaubend wegen dem Ueberfluss dessen, was nicht gesagt, aber in perfekter Weise dargestellt und ausgezeichnet ausgelegt wurde, genau wie in einem griechischen Trauerspiel. Wenn dieses zwischenlibanesische Geheimgipfeltreffen Ergebnisse zeigte, dann waren diese eine grosse Menge von Mutmassungen, deren Echo in der Presse doppeltes [zweideutiges] Lesem erlaubte. Wir koennen diese Treffen entweder als tragische Momente betrachten oder als eine Offenbarung dieses Parameters, der so unterentwickelt ist, dass wir ihn als „menschenfreundlich“ bezeichnen. Es ist rechtmaessig eine Parallele zwischen der derzeitigen ausweglosen Situation oder Sackgasse, wie auch immer schmerzlich fuer den Libanon, und jenen tragischen Momenten herzustellen, deren heldenmuetigen Figuren unsere Erinnerung bevoelkern. Gilgamesh, Oedipus, Phaedra und Medea sind, genau wie der Libanon, mitleiderregend in ihrer Unfaehigkeit einer erbarmungslosen Zukunft ins Auge zu sehen. Nichts stellt diese selbstmoerderische Sackgasse des Libanons besser dar als Medea von Euridipes, sechsmal toedlich und zweimal Kindesmoerderin.  Medea, die ihre eigenen Kinder ermordet hat, ist zweifellos die am meisten bejammernswerte aber auch eine hoechst verwirrende Heldin. Je tiefer wir in ihre Ungeheuerlichkeit eindringen, um so mehr wird diese Frau geheimnisvoll, verfuehrerisch und menschenfreundlich, bemerkenswert, wenn sie ausruft: „Ich verstehe dass ich Boeses getan habe, aber mein Launigkeit ist staerker als mein Wille“. Der Schrei der Medea ist der des Libanons, wo einige seiner politischen Maechte blind und selbstmoerderisch ueberzeugt sind, dass die Launigkeit ihrer Eingeweide staerker ist als ihr Wille zum Verstandnis. 

 

Am Tatort hat der fuer den Monat Juli angekuendigte Krieg nicht stattgefunden.  Die Gruechte haben dem Wiederelangen von Vertauen Platz gemacht, dessen Ergebnis war die Ankunft am Internationalen Flughafen in Beirut von tausenden von Libanesen, die im Ausland wohnen und treuen arabischen Urlaubern. Die Byblos Festspiele begannen in der acht tausend Jahre alten phoenizischen Stadt am 28 Juli mit Prunk und der franzoeschischen Gruppe „Nouvell Vague“.  Am 2. und 3. August ist der charmante italienische Saenger Alessandro Safina mit seinem Orchester zu Gast. Die Libanesische Armee wird die Schlacht am Nahr el Bared [kalten Fluss], die vor zwei Monaten begann, gewinnen; von einem Gebaeude zum naechsten duch ein Mienenfeld vordringend, das jede Woche zehn Soldaten das Leben kostet. Der franzoesische Aussenminister Bernard Kouchner machte am Sonntag, den 29. Juli einen Kurzbesuch in Beirut, wo er zusammen mit dem Botschafter Bernard Emie die Hauptfuehrer des Landes empfing, eine Woche vor dem Wahlkampf in Metn. Am Abend bevor er abreiste, traf er seinen spanischen Kollegen, Miguel Angel Moratinos, der am naechsten Tag in den Suedlibanon reiste, wo nach dem am 24. Juni die spanischen UNIFIL truppen in tragischer Weise angegriffen wurden ein gluecklicheres Ereignis stattfand: Juan Antonion Serrano Alvares, der in dieser Truppe bis Februar gedient hat, kam in den Libanon zurueck, um am Sontag den 22. Juli die schoene Dunia Atallah in der griechisch katholischen Kirche „St. Peter“ in Marjeiyoun zu heiraten. Am 4. August wird das glueckliche Paar ausreisen, um sich in der spanischen Region von Granada niederlassen. 

 


 
Der Schrei der Medea
 
von ANTOINE COURBAN - vollstaendiger Text

 

Der Eindruck des Celle-Saint-Claude Treffens, das vom 14. bis 16. Juli in Frankreich stattgefunden hat, war atembereaubend wegen dem Ueberfluss dessen, was nicht gesagt, aber in perfekter Weise dargestellt und ausgezeichnet ausgelegt wurde, genau wie in einem griechischen Trauerspiel.  Wenn dieses zwischenlibanesische Geheimgipfeltreffen Ergebnisse zeigte, dann waren diese eine grosse Menge von Mutmassungen, deren Echo in der Presse doppeltes [zweideutiges] Lesem erlaubte.  Wir koennen diese Treffen entweder als tragische Momente betrachten oder als eine Offenbarung dieses Parameters, der so unterentwickelt ist, dass wir ihn als „menschenfreundlich“ bezeichnen.  Es ist rechtmaessig eine Parallele zwischen der derzeitigen ausweglosen Situation oder Sackgasse, wie auch immer schmerzlich fuer den Libanon, und jenen tragischen Momenten herzustellen, deren heldenmuetigen Figuren unsere Erinnerung bevoelkern.  Gilgamesh, Oedipus, Phaedra und Medea sind, genau wie der Libanon, mitleiderregend in ihrer Unfaehigkeit einer erbarmungslosen Zukunft ins Auge zu sehen. 

 

Genau wie Phaedra oder Didon fahren sie oft in ihrer Unsinnigkeit fort um dann Selbstmord zu begehen und „singend wie goettliche Schwaene zu sterben“ (Sully Prud’homme).  Das Wochenende in Celle-Saint-Claude wurde zum Anlass eines Schauspiels, dass Euripides, Aeschylus oder Sophodcies Ehre gemacht haette.

 

Auf dem Tanz in der Burg waren alle Schauspieler des griechischen Trauerspiels anwesend.  Zuerst das Publikum, vertreten durch die franzoesischen Freunde; die massenhafte Presse aus aller Welt und aus dem Libanon standen aufmerksam vor ihren Fernsehern.  Danach kam der Chor dieser ungewoehnlichen Teilnehmer, Mitglieder der raetselhaften „buergerlichen Gesellschaft“, deren Status sogar nor raetselhafter ist.  Und letztendlich kamen die Helden in Gestalt der politischen Messer der sich politisch nennenden Maechte; von denen einige jedoch wahre „Stadtraeuber“ sind.

 

Irgendwo gegen sich selbst geteilt, findet das tragische Spiel auf zwei unterschiedlichen Ebenen statt.  Auf der Buehne die dramatischen Rollenspieler, die heldenhaften Oper des Prozesses, immer mehr oder weniger Fremde, der Situation ordentlicher Buerger entfremdet.  Vorne tanzt und singt der Chor, der sich aus einer Gruppe gewoehnlicher Buerger zusammensetzt, dessen Empfinden die gemeine Weisheit aus der Tiefe der Zeiten darlegen wuerde.  Die Mitglieder der raetselhaften libanesischen buergerlichen Gesellschaft die in Celle-Saint-Claude mitgemacht haben, passen genau in diese Beschreibung.  Der Held in der Hauptrolle, Libanon, zeigte Unsinn in seiner unendlichen Passion, sein „Hackfleisch“ und grosser Schmerz bekam waehrend dieses Wochenendes auf der Burg ein bedrueckendes Schauspiel, wo beide still bleiben sollten.  Der Held wird waehrend des tragischen Moments modernisiert, er wird presentiert und nahe gebracht, er wird vor dem Publikum befragt.  Er wird „in seinen Einzelheiten aufgefuehrt“, weil er ganz einfach zu einem Problem geworden ist.  Deswegen hoert der Held auf der Buehne auf nur noch ein Opfer des Raeubers zu sein; damit wird er selbst ein Fremder.  Er ist jetzt probelmatisch.

 

Auf Celle-Saint-Cloud wurden wir Zeugen dessen, wie das Trauerspiels den Helden (Libanon) modernisiert und an die Kreuzung der Entscheidungen ueber seine Zukunft gestellt hat.  Dies jedoch verwandelt den tragischen Held nicht in ein selbststaendiges und verantwortliche Wesen.  Sonderbarerweise ist er immer als ein unverstaendliches Wesen in Verlegenheit beschrieben, schuldig und unschuldig zu gelicher Zeit, verstaendlich und blind.  Waehrend des Splieles der Verschiebung und Schilderung des Trauerspiels wurde immer die selbe Frage gestellt: was ist das Verhaeltnis zwischen dem Helden und seinen Taten?  Sogar geplant und behutsam gereift, geht der Ursprung derselben Taten nicht ueber die Gesamtheit des tragischen Helden hinaus?  Bleibt sein tiefgruendiger Sinn nicht milchig trueb und verschleiert?  Zu gleicher Zeit Agent und Spieler, versteht er letztendlich, „wer“ am Ende des Trauerspiels steht, wenn ihm die alberne Natur seiner ordentlichen Taten vor Augen gebracht werden, die er ohne Wissen oder Willen getan hat.

 

Im Prozess des Aufloesens und des Selbstmissbrauchs, geht der Held vorwaerts „entfremdet, von einer aeusseren Kraft besessen, die sich manchmal als verraeterische Decke bewegt und zu anderen Zeiten ihr Opfer haelt und gewaltsam zerreisst“ (Jean Salem).  Dies ist der derzeitige Libanon.  Ihm steht kein ordentlicher Raum zu Verfuegung; kein Platz zur Selbstdarstellung, Kommunikation und um Entscheidungen zu treffen.  Bestens kann er fliehen wie Gislgamesh oder im Angesicht seiner Zukunft bis zum Ende gehen.  Angesichts solcher Gegenueberstellung hat Didon Selbstmord begangen, der endgueltige und grossartige Ausdruck des Scheiterns.

 

Auf Celle-Saint-Cloud hat die ganze Welt die Ausweglosigkeit des Libanon miterfahren.  Er ist das Opfer einer Zukunft, die ihn ueberwaeltigt; gegenueber dieser Zukunft kann er sich nicht gegen einen „geschichtlichen“ Raum wehren, welcher „die Stadt“ ist, an der sich ein freier Mann gemessen hat, wie das am 14. Maerz 2005 genau dargestellt wurde.  Der politische Wille ist dem Volk nicht gefolgt, als sich einige Libanesen politisch hervorheben, und ohne zu wissen und unbeabsichtigt Zerstoerung und Tod im Namen des verstaendlichen und totalitaeren Absolutismus ihrer Ideale bringen.

 

Nichts stellt diese selbstmoerderische Sackgasse des Libanons besser dar als Medea von Euridipes, sechsmal toedlich und zweimal Kindesmoerderin.  Medea, die ihre eigenen Kinder ermordet hat, ist zweifellos die am meisten bejammernswerte aber auch eine hoechst verwirrende Heldin.  Je tiefer wir in ihre Ungeheuerlichkeit eindringen, um so mehr wird diese Frau geheimnisvoll, verfuehrerisch und menschenfreundlich, bemerkenswert, wenn sie ausruft: „Ich verstehe dass ich Boeses getan habe, aber mein Launigkeit ist staerker als mein Wille“. 

 

Der Schrei der Medea ist der des Libanons, wo einige seiner politischen Maechte blind und selbstmoerderisch ueberzeugt sind, dass die Launigkeit ihrer Eingeweide groesser ist als ihr Wille zum Verstandnis.

 


 

Der Hermon Berg soll zum fuenften Mal bestiegen werden; dies beginnt am 5. August

 

Zum Anlass des Verklaerungsfestes am 5. August organisiert der Gemeinderat von Rachaya die fuenfte Besteigung des Hermon Berges, die am 5. August um 10 Uhr beginnen soll.  Die Pilger werden auf 2400 m Hoehe ein Lager aufschlagen, wo sie die Nacht verbringen werden.  Die Besteigung soll am Montagmorgen, dem 6. August mit einem Freiluftgottesdienst abgeschlossen werden, der von einem Vertreter des griechisch orthodoxen Bischoffs von Marjeyoun Mgr. Elias Kfouri abgehalten wird.  Das Ziel dieser Wanderung ist die fuer den Fremdenverkehr wichtige einmalige Schoenheit des Hermon Berges als „Berg der Verklaerung“ hervorzuheben.  Anmeldung zu dieser Wanderung ist am Mittwoch, den 1. August.  Weitere Informationen stehen unter den folgenden Telefonnummern zu Verfuegung: +961-3-615702; 961-3-744834 und +961-3-919007.

 

 

www.cedar-travel.com

 


 

An der Front des Nahr el Bared [kalten Flusses]

Die libanesische Armee hat am 22. Juli drei Soldaten verloren:

-     Hauptmann Tony Khalil Semaan (36 Jahre alt), geboren in Ablah (Kreis Zahle); er war verheiratet und Vater eines Kindes und hat sich 1993 in die Militaerakademie eingeschrieben.  Er wurde in seiner Heimatstadt begraben.

-     Hauptfeldwebel Ahmad Mohammad Farhat (39 Jahre alt), geboren in Mazraa (Beirut).  Er war verheiratet und Vater von drei Kindern.  Er ist 1985 in die Armee eingetreten.  Er wurde in der Stadt Sohmor (West-Bekaa) begraben.

-     Feldwebel Ahmad Khaled Mehrez wurde in seiner Heimatstadt Hrar (Akkar) im Beisein seiner Familie, Verwandten und Freunden, Kameraden und einem Vertreter des Armeekommandos begraben.

   

 

 

Wohlverdiente Pause fuer die libanesischen Soldaten and der Nahr el Bared [kalter Fluss] Front

 

 

Griechisch roemische Saeulen ueberschauen das Meer in den Ruinen der Stadt Tyre. Foto aufgenommen am 17. Juli 2007. Naji Farah

 

 
 

 

 

 

 

 

 

Copyright 2007 RJLiban